Modernes Leben als Selbstversorger

selbstversorgerWürde man eine Umfrage starten, so würden garantiert mindestens mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer sofort mit der Arbeit aufhören, wenn sie sich das leisten könnten. Aus diesem Grund kommt bei vielen der Gedanke nach einer Selbstversorgung auf. Hinter diesem Gedanken steckt die Hoffnung, die eigenen Kosten und somit die Arbeitszeit zu reduzieren. Aber: Leider kann man hiermit nicht überleben. Selbst Vegetarier benötigen noch weitere Konsumgüter, die nicht angebaut werden können: Strom, Fernseher, Internet, Zucker, Kaffee usw. Trotzdem macht es großen Spaß, einen Teil der Nahrung selbst anzupflanzen. Und das Tolle: Man benötigt hierfür nicht unbedingt einen Garten – ein größerer Balkon reicht völlig aus.

Einen Gemüsegarten anlegen

Auch ein noch so kleiner Garten kann genutzt werden, um einen kleinen Gemüsegarten anzulegen. Dieser lässt sich dekorativ herstellen, wenn man zusätzlich blühende Kräuter oder Blumen pflanzt. Wer möchte, kann diesen Garten wie früher anlegen: Um den Gemüsegarten einen kleinen Holzzaun setzen und den Bereich in mehrere Stücke unterteilen. Zwischen den Einteilungen werden Platten als Gehwege verlegt. Auf diese Weise kommt man immer mit trockenen und sauberen Schuhen aus den Garten wieder heraus. Ferner ließe sich so eine automatische Bewässerung erstellen, die sich individuell den einzelnen Teilbereichen anpassen lässt.

Alternativ zu diesem offenen Gemüsegarten kann man natürlich noch ein Gewächshaus aufstellen. In diesem wachsen alle Gemüse- und Obstsorten, die empfindlich gegenüber dem Wetter sind und wesentlich mehr Wärme benötigen. Was man hier alles anpflanzen könnte? Zum Beispiel Tomaten, Erdbeeren, exotische Fruchtbäume usw. Ferner ist ein Gewächshaus eine gute Möglichkeit, um die Pflanzen zu züchten. Dann bestünde auch im Winter die Möglichkeit mit Wärmelampen eine ausreichend hohe Temperatur und Licht zu erzeugen. Wie all das funktioniert, verrät die Internetseite Gartus.

Eigener Gemüsegarten auf dem Balkon

Es hört sich zwar unlogisch an, aber man kann tatsächlich auch auf einem Balkon Gemüse anpflanzen. Zu beachten wäre hier lediglich, dass man sich für Pflanzen entscheidet, die ein tiefes Gefäß benötigen. Auf Gemüsesorten – zum Beispiel Zucchini – , die hauptsächlich in der Breite wachsen, muss man je nach vorhandenem Platz verzichten. Aber Tomaten, Gurken, Paprika und Kartoffeln wachsen hauptsächlich in die Tiefe und können daher auch auf einem Balkon angepflanzt werden. Im Übrigen gilt dies auch für Erdbeeren, die man oft in Hängetöpfen findet.

Nun aber zurück zur Kartoffel, denn diese ist ein gelungenes Beispiel, wie wenig Platz man als Selbstversorger benötigt: Hier können Sie eine hohe Tonne verwenden, in die Sie eine Lage Erde streuen. In diese Erde kommen die ersten Setzlinge der Kartoffel. Nach ein paar Wochen kommt die nächste Lage Erde und darin setzen Sie erneut Setzlinge. Dieses Spiel wiederholen Sie solange, bis die Tonne komplett voll mit Erde ist. Nach ein paar Monaten können Sie ein paar Kilos an Kartoffeln ernten.

Eine weitere stilvolle Möglichkeit stellen Europaletten dar: Diese stellen Sie hochkant auf und versehen die dann vorhandenen Löcher mit Brettern. In jedes entstandene Abteil können Sie Kräuter pflanzen: Schnittlauch, Petersilie, Bärlauch, Basilikum und so weiter.

Und wer weder einen Balkon noch einen Garten besitzt, der kann theoretisch ein Gewächshaus auch in der Wohnung aufstellen. Wie Sie sehen, gibt es viele Möglichkeiten, zumindest ein Teil-Selbstversorger zu werden.